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Am Wochenende vom 30. und 31. Mai 2026 wurde die Schweizer Meisterschaft im 6-Reds ausgetragen. Die Spielerinnen und Spieler sowie die Zuschauenden bekamen dabei trotz teilweise tropischer Bedingungen hochklassigen und unterhaltsamen Snookersport geboten.
Am Samstag wurde die Qualifikation in Vetroz, Bern, Dübendorf und Basel ausgetragen.
Vetroz
Im Wallis setzte sich erwartungsgemäss der Favorit Alain Vergère ohne Frameverlust und mit einem Höchstbreak von 71 Punkten durch. Gruppenzweiter wurde Patrick Crittin. In der anderen Gruppe gewann der Junior Axel Fragnière ebenfalls überzeugend. Thierry Kohler ergatterte sich den zweiten Platz.
Bern
Bei sehr hohen Temperaturen holte sich Aizaz Mumtaz den Gruppensieg vor Marco Tapogna. In der zweiten Gruppe überzeugte Dirk Siegenthaler mit einer ganzen Serie von Breaks, doch musste er sich mit dem zweiten Platz begnügen, weil dem alten Fuchs, Urs Freitag, im alles entscheidenden Decider sein einziges höheres, dafür aber gleich entscheidendes Break von 32 Punkten gelang.
Dübendorf
Erwartungsgemäss setzte sich Kevin Wegmann in der einen Gruppe durch. Auf Platz 2 folgte Robert Treichler. In der anderen Gruppe gab es die grösste Überraschung des gesamten Turniers. Titelverteidiger Marvin Losi verlor sowohl gegen Stefan Hardegger wie auch gegen Marcel Reichen. Stefan gewann die Gruppe ohne Frameverlust. Bei gleicher Framedifferenz entschied die Direktbegegnung zugunsten von Marcel, während für Marvin die Titelverteidigung endete bevor sie richtig begonnen hatte.
Basel
Trotz der hohen Temperaturen verlief das Turnier zügig, konzentriert und in angenehmer Atmosphäre. Das insgesamt hohe Niveau spiegelte sich auch in den Breaks wider: Gleich sieben der zwölf Teilnehmer erzielten mindestens ein Break von über 19 Punkten. Für das höchste Break des Tages sorgte Jenson Schmid mit einer starken 66.
In Gruppe 1 dominierte Jenson Schmid das Geschehen souverän und gewann sämtliche vier Begegnungen bei einem beeindruckenden Frameverhältnis von 12:1. Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um den zweiten Qualifikationsplatz, den Konstantin Dushkin vor Carsten Kruppert für sich entscheiden konnte.
Auch in Gruppe 2 wurde um jeden Frame hart gekämpft. Sener Karakurum blieb ebenfalls ungeschlagen und sicherte sich mit vier Siegen den Gruppensieg vor Ali Sina Nijati. Beide qualifizierten sich verdient für die Finalrunde vom Sonntag.
Finaltag, Basel
Am Finaltag standen die letzten 16 Spieler im Double-Knockout-Format im Einsatz. Die ohnehin bereits hohen Temperaturen wurden durch ein aufziehendes Gewitter und die damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeit zusätzlich verschärft. Das Management des Raumklimas stellte Spieler, Schiedsrichter und Organisatoren vor eine grosse Herausforderung. Eine Lockerung des Dresscodes wäre unter diesen Bedingungen sicherlich willkommen gewesen.
Davon liessen sich die Akteure jedoch nicht beeindrucken. Die Zuschauerinnen und Zuschauer wurden während des gesamten Tages mit attraktiven und spannenden Partien bestens unterhalten. Besonders die Halbfinals boten Snooker auf hohem Niveau und stellten das Publikum zeitweise vor die schwierige Entscheidung, welchem Match man seine Aufmerksamkeit schenken sollte.

Für ein weiteres Highlight sorgte der Junior Axel Fragnière. Der Nachwuchsspieler zeigte gegen den späteren Turniersieger Alain Vergère eine bemerkenswert starke Leistung und hielt über weite Strecken hervorragend mit. Das deutliche Endresultat lässt kaum erkennen, wie knapp mehrere der einzelnen Frames tatsächlich verliefen.

Im zweiten Halbfinale traf Jenson Schmid auf Aizaz. Der hervorragend aufspielende Schmid liess seinem Kontrahenten kaum eine echte Chance. Besonders eindrücklich war sein Auftritt im dritten Frame, in dem er mit einer Clearance nur knapp daran scheiterte, sein 66er-Break vom Vortag zu übertreffen. Auch sein taktisches Spiel überzeugte: Selbst nach seltenen Fehlern hinterliess er seinem Gegner kaum verwertbare Chancen. Die deutliche Begegnung unterstrich eindrucksvoll die starke Form, in der sich Schmid an diesem Wochenende präsentierte.
Im Finale trafen schliesslich Alain Vergère und Jenson Schmid aufeinander. Die beiden lieferten sich ein ausgeglichenes und unterhaltsames Endspiel mit zahlreichen gelungenen Aufnahmen und konstant hohen Breaks. Trotz der schwierigen Bedingungen entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem sich Alain Vergère letztlich durchsetzen und den Schweizer Meistertitel im 6-Reds 2026 sichern konnte.
  
Ein herzlicher Dank gilt den Schiedsrichtern, dem Küchenteam sowie der Turnierleitung für ihren professionellen und engagierten Einsatz. Als Marker waren Mike Wapf und Kevin Wegmann im Einsatz, während Angelika Lau und Beat Habegger ab den Halbfinals die Partien als Schiedsrichter leiteten. Ein besonderes Kompliment gebührt dabei Beat Habegger für seine tadellose Leistung im Finale. Ihm wurde dadurch etwas Besonderes zuteil: Er durfte im vierten Frame das Maximum Break von 75 Punkten durch Alain Vergère bestätigen – die höchstmögliche Punkteausbeute im 6-Reds und ein besonderer Moment für Spieler, Schiedsrichter und Publikum gleichermassen.
Sie alle haben mit ihrer Arbeit wesentlich dazu beigetragen, dass diese Schweizer Meisterschaft in Basel zu einem gelungenen und sehr unterhaltsamen Anlass wurde.
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