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Liga A, Unterentfelden
Um 8.45 Uhr durfte ich zum ersten Mal den neuen Inhaber des Billard 88, Roger Mischler, kennenlernen. Wir waren uns sofort sympathisch. Dass wir beruflich aus einem ähnlichen grafischen Umfeld kommen, half zusätzlich dabei, dass es ein sehr angenehmer Tag wurde. Alle Tische waren top vorbereitet (Danke, Dani Grüter) und die Matchblätter lagen bereit. Die ersten Spieler trafen bereits kurz nach 9 Uhr ein – alle korrekt gekleidet und gut gelaunt.
So hätte es weitergehen können ... aber naja, wieder einmal schaffte es ein Spieler nicht, sich 15 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn bei mir oder im Center zu melden. Er erschien erst kurz vor 11 Uhr. Daher gab es ein Freilos für Pascal Arnold, der darüber allerdings wenig erfreut war: Ohne Spielpraxis direkt in die nächste Runde zu starten, macht die Sache nicht einfacher.
Leider meldete sich auch ein zweiter Spieler bei den 11-Uhr-Partien nicht 15 Minuten vorher und kam zudem auch noch zehn Minuten zu spät. Anscheinend werden die Informationen auf unserer Webseite nicht von allen Spielern gelesen – dort standen mein Name und meine Telefonnummer. Es nützt wenig, wenn man stattdessen irgendjemand anderem eine Nachricht schickt. So erhielt auch Fidan Querkinaj ein Freilos, was gar nicht in seinem Sinne war. Der Vorstand bittet inständig darum, sich an die Reglemente zu halten. Aus unserer Sicht ist es den Gegnern gegenüber unfair, wenn diese extrem lange auf ihren ersten Einsatz warten müssen.
Zu den Partien:
Der erste Paukenschlag: Kevin spielte im ersten Frame ein 54er-Break und setzte Denys sofort unter Druck. Dieser antwortete prompt mit einem 70er-Break. Im dritten Frame war Kevin mit vollem Risiko bereits auf Siegkurs; Pink und Schwarz lagen noch auf dem Tisch, Denys benötigte bereits einen Snooker. Doch dann versenkte Kevin die Weisse und legte Pink direkt vor die Ecktasche bei Gelb. Denys blickte ungläubig auf das Scoreboard – plötzlich standen die Zeichen wieder auf Sieg für ihn. Eine perfekte Pink mit idealer Ablage auf Schwarz auf dem Spot ... aber wie es im Snooker manchmal läuft: Er verschoss die Schwarze. Kevin nahm das Gegengeschenk dankend an und schickte Denys in die Loser-Runde.
Alain schoss sich mit einem 51er- und einem 80er-Break gegen Stefan warm. Daniel und Dirk kämpften verbissen um jeden Ball, doch Daniel behielt knapp die Oberhand. Jenson liess Marc mit Breaks von 22, 20 und 73 keine Chance. Jonni hielt Tom mit kleineren Breaks auf Abstand und gewann sicher. Pascal und Dardan schenkten sich nichts; in einer 100-minütigen Partie holte sich Dardan hauchdünn den Sieg.
In der ersten Loser-Runde wirkte Marvin im ersten Frame noch müde, holte sich dann aber die beiden anderen Frames relativ sicher. Marc Schlatter kämpfte sich gegen Dirk mit einer 28 im dritten Frame in die nächste Runde. Tom gewann mit sicherem Spiel gegen Pascal. Und in einer seltenen Loser-Runden-Schlagerpartie zwischen Denys und Risto profitierte Denys im dritten Frame von einem seltenen Fehler seines Gegners und spielte ein 49er-Break, das zum Sieg reichte.
In der ersten Winner-Runde spielte sich Alain gegen Pascal in einen wahren Rausch. Mit fantastischem Snooker und Breaks von 98, 47, 29 und 20 setzte er eine Duftmarke. Doch würde es auch für das nächste Spiel gegen Denys reichen?
Auch Jenson war nun eingespielt und erreichte gegen Daniel mit Breaks von 24, 71 und 76 souverän den Viertelfinal.
Jonni kam mit Breaks von 48, 20 und 37 gegen Dardan ebenfalls sicher weiter.
Das spannendste Spiel zwischen Kevin und Fidan wogte hin und her. Im dritten Frame holte sich Fidan mit einem 24er-Break (Endstand 54:42) den Framegewinn, und im letzten Frame konnte Kevin nichts mehr entgegensetzen.
In der zweiten Loser-Runde holte sich Marvin das erste Frame mit einer 30. Doch Daniel fing an, Marvin mit sicherem Spiel unter Druck zu setzen. Marvin fühlte sich mit fortschreitender Spieldauer immer unsicherer, sodass sich Daniel für die Viertelfinals qualifizierte. Marc war im ersten Frame gegen Pascal noch Herr der Lage, danach lief jedoch gar nichts mehr und das Turnier war für ihn beendet. Tom gegen Kevin verspricht immer Spannung: Im ersten Frame ging es um Pink und Schwarz, Tom holte sich das 1:0 und sorgte dann mit einer 42 und einer 20 dafür, dass Kevin keine Chance mehr hatte. Somit musste auch Kevin den Heimweg antreten. Denys zeigte nur im ersten Frame gegen Dardan Unsicherheiten, doch seine Erfahrung reichte aus, um das Spiel sicher zu gewinnen.
Die Viertelfinals:
Alain gegen Denys ... das versprach viel. Doch trotz eines Framegewinns wirkte Alain irgendwie gehemmt; die Lockerheit der Vorrunde war verflogen. Obwohl Denys erst im letzten Frame wirklich überzeugte, gewann er das Spiel leichter als vermutet.
Auch Jenson spielte gegen Pascal nicht mehr so überzeugend wie zuvor, doch dank sicherem Lochspiel zur richtigen Zeit kam ein glattes 3:0 zustande.
Jonni gegen Dani war ein wahres Break-Festival: 30, 30, 36, 71, 21 und 35 wurden erzielt. Jonni behielt jedoch die Oberhand und stand somit in einem weiteren Halbfinal.
Fidan gewann mit 3:1 gegen Tom – es war jedoch viel knapper, als das Resultat vermuten lässt. Das letzte Frame hätte genauso gut zu Toms Gunsten kippen können.
Die Halbfinals:
In der Schlagerpartie Denys gegen Jenson wollte niemand ein Risiko eingehen; beide agierten extrem vorsichtig. Das zweite und dritte Frame hätte ebenso gut Jenson gewinnen können, doch am Ende stand es aus seiner Sicht 0:3.
Denys war sichtlich glücklich, mit seiner Leistung das Finale erreicht zu haben.
Das Halbfinale Jonni gegen Fidan gab es so, glaube ich, noch nie an einem QT. Jonni musste seine gesamte Erfahrung in die Waagschale werfen und sicherte sich mit einer 47 im vierten Frame den Einzug ins Finale.
Das Finale:
Dieses Spiel bot alles, was einen spannenden Kampf ausmacht. Denys spielte kein einziges Break über 20. Jonni erzielte Breaks von 28, 70, 20, 30 und 56 – das hätte eigentlich locker reichen müssen. Doch weit gefehlt: In den ersten beiden Frames agierte Jonni sehr unsicher, und ich dachte schon, die Sache sei gelaufen. Aber „the old dog“ gab nicht auf. Wie verwandelt startete er in den dritten Frame, spielte gute Long-Pots und auch das Safety-Spiel funktionierte plötzlich wieder. Bei Denys schlichen sich Unsicherheiten ein, die Jonni eiskalt ausnutzte. Im Decider gab es dann keine Diskussionen mehr: Denys verschoss zu Beginn eine Rote, und Jonni sicherte sich mit einer 56 den Tagessieg. Herzliche Gratulation an Jonni.

Wir gratulieren allen Spielern zu den tollen Leistungen und dem fairen Auftreten.
Ein herzliches Merci an das Billard 88, dass wir dort zu Gast sein durften.
Euer Turnierleiter
Dani Holliger
Rangliste (leider gibt es aktuell technische Probleme auf der Webseite)
1. 1760 Deny Khmelevskiy
2. 1564 Alain Vergère
3. 1448 Jenson Schmid
4. 1360 Jonni Fulcher
5. 1019 Risto Väyrynen
6. 957 Dardan Haziri
7. 955 Marc Schlatter
8. 883 Marvin Losi
9. 838 Fidan Qerkinaj
10. 826 Tom Zimmermann
11. 808 Daniel Meyer
12. 773 Kevin Wegmann
13. 649 Pascal Arnold
14. 618 Pascal Ulrich
15. 521 Stefan Schön
16. 489 Dirk Siegenthaler
(Angaben ohne Gewähr)
Liga B, Bern
Am Samstag, 25. April 2026, fand die 3. QT-Runde der Snooker Liga B im Benteli’s in Bern statt. Zahlreiche Spieler traten an, um sich wichtige Punkte zu sichern und einen Platz in der Finalrunde zu erkämpfen. Am Ende setzte sich Mustafa Jafari durch und gewann das Turnier nach einem spannenden Finale gegen Aizaz Mumtaz.
Der Turniertag begann um 10:00 Uhr mit den Gruppenspielen in zwei Sechsergruppen. Ziel war es, sich unter den besten zwei Spielern der jeweiligen Gruppe zu platzieren, um am Abend in die Halbfinals einzuziehen.
In Gruppe 1 dominierte Billy Piller das Geschehen klar. Er gewann sämtliche Partien und gab dabei lediglich einen Frame ab – eine beeindruckende Leistung. Hinter ihm sicherte sich Aizaz Mumtaz den zweiten Platz und damit den Einzug in die K.o.-Phase.
In Gruppe 2 verlief der Wettbewerb deutlich ausgeglichener. Sowohl Mustafa Jafari als auch Marcel Ammann mussten jeweils eine Niederlage hinnehmen. Da sich die beiden im direkten Duell gegenseitig schlugen und Favorit Thomas Grendelmeier einen unglücklichen Tag erwischte, entschied schließlich die Feinwertung: Marcel Ammann belegte den ersten Platz, dicht gefolgt von Mustafa Jafari auf Rang zwei.
Damit ergaben sich folgende Halbfinalpaarungen: Billy Piller traf auf Mustafa Jafari, während Aizaz Mumtaz gegen Marcel Ammann antrat. Mumtaz setzte sich souverän durch, während Jafari sich in einem hochspannenden Match auf die letzte schwarze Kugel gegen Piller durchkämpfte.
Das Finale zwischen Mustafa Jafari und Aizaz Mumtaz hielt, was es versprach: Spannung bis zum Schluss. In einem engen Duell setzte sich Jafari mit 2:1 durch und sicherte sich den Turniersieg.
Wir gratulieren Mustafa Jafari herzlich zum Turniersieg sowie allen weiteren erfolgreichen Teilnehmern zu ihren starken Leistungen. Ein großer Dank gilt den Zuschauern sowie dem Team des Benteli’s für die Unterstützung und die gelungene Durchführung des Turniers.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Mai beim Snooker Bern Open 2026!
Franz Stähli
Liga B, Basel
Obwohl ein herrlicher Frühsommertag angekündigt worden war, trafen alle zum QT angemeldeten Teilnehmer ein, die allermeisten sogar pünktlich. Nach der Begrüssung durch unsere Turnierleiterin Anita, während derer einmal mehr die obligate Diskussion um den Dresscode kurz aufflackerte, konnte das Turnier pünktlich und in sehr aufgeräumter Stimmung gestartet werden.
Generell wurde sehr fair und hartnäckig gekämpft, aber - zumindest in der Vorrunde - waren die meisten Spieler mit ihren Leistungen nicht sonderlich zufrieden. Dies dürfte auch ein Grund dafür sein, dass doch einige Shootouts gespielt werden mussten.
Die Halbfinalisten Luke, Reto, Sener und Ali Sina lieferten sich spannende Matches, welche nicht so klar entschieden wurden, wie es die Resultate nahelegen. Dies galt dann auch in besonderem Masse auch für das Finale zwischen Reto und Ali Sina. Beide Frames waren über lange Strecken sehr ausgewogen, bis sich jeweils Reto durchsetzen und somit den verdienten Turniersieg für sich verbuchen konnte.
Liga B, Vetroz
In zwei Gruppen kämpften die Teilnehmer um den Halbfinaleinzug. David Martinet und Paulo Martins schafften das in der einen Gruppe. In der anderen Gruppe sicherte sich Umar Ali Shaikh bei der ersten Liga-B-Teilnahme nach dem Abstieg den Gruppensieg gleich mit 10:0 Frames, vor Stéphane Perret.
Stéphane bezwang David mit einem klaren 2:0. Die Partie zwischen Paulo und Umar endete zwar mit dem selben Resultat, aber extrem knapp. Paulo konnte den Framegewinn zum Finaleinzug mit 54:53 für sich entscheiden.
Der erste Frame im Final war noch eng, im zweiten Frame dominierte Stéphane und holte sich damit seinen zweiten Saisonsieg.
Rangliste (leider gibt es aktuell technische Probleme auf der Webseite)
Bei Halbzeit der Qualifikation rückt Stéphane Perret dank seinem zweiten Sieg bis auf Rang 2 vor. Dank Zusatzpunkten von einer Open Teilnahme liegt Billy Piller aber noch knapp in Führung. Aizaz Mumtaz und Reto Pignatelli liegen gemeinsam auf dem dritten Rang.
1. 1072 Billy Piller
2. 1056 Stéphane Perret
3. 1040 Aizaz Mumtaz
4. 1040 Reto Pignatelli
5. 874 Sayit Balaban
6. 825 Paulo Martins
7. 819 Marcel Ammann
8. 752 Mustafa Jafari
9. 725 Luke Rietmann
10. 720 Sener Karakurum
11. 712 Jean-Marc Baltus
12. 688 Ali Sina Nijati
(Angaben ohne Gewähr)
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