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Ankündigung Erich Salzmann | 26.01.2026 10:15 Uhr | 28x Gelesen

SSC-Finalturnier - die Serie geht weiter

Irgendwie schien es, als ob sich keiner der Spieler getraute, die Serie des fünfmaligen Siegers zu beenden. Und wenn reihenweise Matchbälle verschossen werden, dann kommt es, wie es kommen muss. 

Wer die Vorgeschichte mit den beiden Halbfinalturnieren lesen will kann das HIER tun.

Am zweiten Turniertag trafen nun die acht Qualifikanten auf die bereits gesetzten Top 8 der Gesamtrangliste. Wie für das gesamte Turnier wurde auch hier die Spieler konsequent aufgrund der erzielten Ranglistenpunkte in Vierergruppen eingeteilt. 

Die Vorrunde wurde im Bo3-Modus gespielt. Gruppe 1 startete gleich mit einem Drama. Oliver Gantner ging gegen Alain Vergère mit 1:0 in Führung und hatte im zweiten Frame einen Matchball. Doch anstatt wie gewollt Pink mittels einem Stun-shot zu versenken, misriet ihm der Stoss und Weiss kullerte hinterher. Alain konnte sich retten und dann im dritten Frame mit einem 45-er Break das Glück zu seinen Gunsten drehen. 

Besser machte es dann Kevin, der gegen Alain mit 2:1 gewann. Hätte Alain auch die erste Partie verloren gehabt, wäre damit schon Endstation gewesen. Aber eben - hätte... So zog er schlussendlich als Gruppenzweiter doch noch in die nächste Runde ein. 
Neben Oliver Gantner schied auch der als Nummer 8 gesetzte Asad Hamidi aus.

In der 2. Gruppe startete Toraman Kocamaz mit einem überzeugenden Sieg gegen Konstantin Dushkin, und gegen Mustafa Jafari gelang ihm ein tolles 64-er Break. Weil er Pink etwas zu stark gespielt hatte, musste er dann die Schwarze sehr dünn spielen und verfehlte sie knapp. Gabriel Kalina verlor 1:2 gegen Mustafa Jafari, gewann dann gegen Konstantin, und im letzten Spiel gewann er auch noch gegen Toraman, der nach den zwei klaren Siegen etwas zu nachlässig spielte. So überholte ihn Gabriel prompt noch und belegte den ersten Gruppenrang. 

In Gruppe 3 sicherte sich Pascal Ulrich mit 6:0 Framegewinnen den Gruppensieg. Dahinter erkämpfte sich Marco Tapogna mit zwei 2:1-Siegen den zweiten Platz. Die beiden Gesetzten, Billy Piller und Thierry Kohler, wurden somit von den Qualifikanten aus dem Turnier geworfen. 

In Gruppe 4 überzeugte der Aufsteiger (neu Liga A) Marc Schlatter und bezwang alle Gegner ohne Frameverlust. David Martinet konnte nicht annähernd an sein starkes Spiel vom Vortag anknüpfen und der als Nummer 4 gesetzte Altmeister Markus von Niederhäusern kam auch nicht recht auf Touren. Dafür setzte sich Sener Karakurum durch und belegte den zweiten Platz. 

Viertelfinals

Als wäre es berechnet gewesen, traf in jedem Viertelfinal ein Qualifikant auf einen Gesetzten. Wobei bei der SSC-Turnierserie nicht zwingend immer nur die Besten zu den Topgesetzten gehören, und auch sehr gute Spieler weit hinten in der Rangliste stehen können. Die Anzahl Turnierteilnahmen spielt da auch eine wichtige Rolle. 

Kevin vs Sener

Qualifikant hin oder her wäre eigentlich Kevin der Favorit gewesen. Doch er kam nicht so recht auf Touren, während Sener solide spielte. Ausgerechnet Frame 2, in welchem durch Sener mit einer 20 das einzige Break des Matches erzielt wurde, ging an Kevin. Frame 1 und 3 gingen deutlich an Sener, der entscheidende 4. Frame dann sehr knapp. 

Pascal vs Toraman

Gegen den ambitionierten Toraman konnte sich Pascal trotz engagiertem Kampf nicht durchsetzen. Breaks von 29 und 36 Punkten halfen dem als Nummer 2 gesetzten Walliser zum deutlichen 3:0 Sieg.

Marc vs Alain

In einem tollen Match ging es hin und her. Marc konnte den ersten Frame für sich verbuchen. Alain konterte mit einer 51 zum Ausgleich. Dank einer 33 ging Marc erneut in Führung. Und wiederum glich Alain dank Breaks von 20 und 30 aus. Der Decider war hart umkämpft. Am Ende hatte Marc eine Chance zum Sieg. Schwarz lag in der Nähe der Mitteltasche, weiss schräg gegenüber an der Bande. Die Situation war sehr ähnlich zu dem berühmten Drama am Masters-Finale zwischen Stephen Hendry und Mark Williams. Und leider ereilte Marc genau das gleiche Schicksal wie damals Stehen Hendry - er verschoss, und verlor. Einmal mehr hatte Alain den Kopf noch aus der Schlinge gezogen.

Gabriel vs Marco

Die beiden Berner Klubkollegen lieferten sich eine lange Abnützungsschlacht, welche den anderen Spielern eine längere Pause ermöglichte. Gabriel lag bereits mit 2:0 vorne, als es ihm nicht gelang, den Sack zuzumachen. Marco (the Chester) biss sich fest, kämpfte sich zurück und erzwang den Decider. Da ging ihm dann allerdings die Puste aus und er ärgerte sich gewaltig über sich selbst, hatte er doch seinem Gegner gleich mehrfach die Bälle vor die Taschen gelegt.

Halbfinals 

Nun waren, nach einem ganzen Jahr, am 108. Turnier der SSC-Serie, nur noch die Nummern 1, 2 , 5 und 7 der Gesetzten übriggeblieben. Die beiden Partien wurden von Mike Wapf und Erich Salzmann geleitet. 

Sener vs Toraman

Die Partie wogte hin und her. Sener entschied den ersten Umgang für sich, worauf Toraman dank einer 33 wieder ausglich. Erneut ging Sener in Führung. In einem äusserst engen, dramatischen Frame konnte sich Toraman in den Decider retten. Prustend und schimpfend musste er sich während dem ganzen Match immer wieder durch geflukte Snooker kämpfen, was ihm oft erstaunlich gut gelang. Anders als anderen Spielern ging ihm die Puste nicht aus - er holte sich auch den Decider und zog in den Final ein.

Gabriel vs Alain

Gabriel startete gut und holte sich den ersten Frame gleich mit 58:0. Aber Alain wäre nicht Alain, wenn er sich das einfach so bieten liesse. Er konterte mit einer 71-er Total Clearance, dem höchsten Break des Turniers. Frame 3 war umkämpft, mit dem besseren Ende für Alain. Doch Gabriel liess sich vom Namen des Gegners nicht beeindrucken und holte sich Frame 4 mit 36:6. Erneut stand Alain mit dem Rücken zur Wand. Was tat er? Man ahnt es schon. Mit einem 64-er Break holte er sich den Sieg.

Final: Toraman vs Alain

Obwohl sie mehrfach kurz vor dem Aus standen, trafen im Final nun doch die Nummern 1 und 2 der Turnierserie aufeinander. 

Toraman war ein "Man on a mission". Mit Hilfe der 13 Handicap-Punkte legte er los und gewann die ersten beiden Frames deutlich. Erneut stand Alain mit dem Rücken zur Wand. Aber das hatten wir ja schon mehrmals. Und irgendwie wirkte seine Haltung fast ein wenig als ob es ihm egal wäre. Entspannt ging er jeweils zum Tisch, spielte seine Stösse schnell, riskierte ziemlich viel, und die Taktik ging auf. Er holte sich den dritten Frame. In Frame 4 lag Toraman erneut vorne, doch dann verschoss er die entscheidende Grüne zum Match. Alain räumte die 25 Punkte ab. Und im Decider machte er dann einer 39 seinen sechsten Titel in Serie perfekt. Gratulation!

 

Ein herzliches Dankeschön geht an die Clubs in Bern und Dübendorf für die Durchführung der Halbfinalturniere und des Finalturniers. Besten Dank allen, die etwas zum Gelingen beigetragen haben, sei es durch Verpflegung, Organisation, Vorbereitung der Tische, Schiedsrichtern, usw. 
Liebe Spieler, wenn ihr weiterhin gerne solche Turniere erleben wollt, dann vergesst nicht, all den "guten Geistern" immer wieder mal ein persönliches Dankeschön zu sagen. Und wenn mal etwas nicht perfekt läuft, dann bitten wir darum, dass ihr Kritik höflich und konstruktiv anbringt. Dann stosst ihr nämlich auch auf offene Ohren.

Fazit aus der SSC-Saison 2025

Die Zahlen der Saison sprechen eine Sprache für sich. Neue Rekorde bei der Anzahl Turnier, Teilnehmer und Teilnahmen. Dementsprechend auch ein grösserer Preisgeldtopf. 

Die Einführung des Handicap hat eine neue, tolle Spannung in die Turnierserie gebracht. Die Chance war da, dass auch mal ein anderer Spieler den Sieg holt. Die Tatsache, dass das nicht geschah, müssen sich die Spieler schon selber zuschreiben. 
Die Wenigen, welche lautstark gegen das Handicap protestierten und behaupteten, das sei eine unfaire Benachteiligung von Spielern wie Alain, wurden eines Besseren belehrt. 
Wir wagen sogar zu behaupten, dass das Handicap in der SSC-Turnierserie auch ein kleines Stück zum Meistertitel von Alain beigetragen hat, musste er sich doch an jedem SSC-Turnier wirklich anstrengen, wenn er nicht verlieren wollte. 

Die Einteilung in drei Regionen hat es ermöglicht, dass sich Spieler aus allen Landesteilen für das Finalturnier qualifizieren konnten, ohne dazu ständig grosse Reisewege auf sich zu nehmen. 
Kleinere Clubs mit zwei oder drei Tischen können ebenfalls mit Erfolgsaussichten teilnehmen. Auch wenn sie kleinere Teilnehmerzahlen haben und dadurch weniger Punkte holen können, reicht das allemal um sich für das Finalturnier zu qualifizieren. (Diesmal blieben sogar 3 Plätze ungenutzt, weil viele qualifizierte Spieler nicht antraten.) Zwar ist man dann in der Gesamtrangliste nicht zuvorderst, aber auch als Qualifikant hat man am Finalturnier gute Chancen, wie der Bericht oben zeigt.

Aufgrund der sich abzeichnenden leichten Veränderung bei der Anzahl teilnehmender Clubs werden wir die Einteilung der Regionen in den kommenden Tagen nochmals unter die Lupe nehmen und falls nötig leicht anpassen. Perfekt wird man das nie hinkriegen, aber man kann versuchen, das so fair wie irgend möglich zu gestalten.

Wir wünschen allen viel Erfolg in der Saison 2026!

 
 
           
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